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Lingam Island (Pulau Tioman) 23 September 2006

Einsortiert unter: Malaysia — kamikaze4711 @ 7:19 vormittags

Der letzte Stop in Malaysia soll die Insel Pulau Tioman im Osten sein. Nach 6 Stunden Busfahrt (von KL) erreichten wir die Hafenstadt Mersing. Nach einer Nacht aufenthalt, ging die Reise weiter mit dem Boot (1,5h).

Lingam Island

Pulau Tioman ist die groesste Insel an der malaysischen Ostkueste. Sie zaehlt ca. 2000 Einwohner, wobei sich der Hauptkern der Insel in Kampung Tekek befindet. Hier gibt es eine kleine Schule, die Polizei, die Muellverbrennung, ein kleines Krankenhaus, eine Landepiste & in Baeumen haengend schlafende Flughunde.

Die Insel gliedert sich in verschiedene Strandabschnitte. Das Leben spielt sich nur entlang der Kueste ab, denn das innere der Insel besteht aus Dschungel. Es gibt eine schmale ausgbaute Strasse entlang der Kueste, die von den Einwohnern mit Mopeds befahren wird. Eine weitere Strasse fuehrt vom Westen nach Juara (eine Bucht im Osten). Paraell dazu gibt es einen Wanderweg der quer ueber die Insel fuehrt.

Um die Kueste vor Zerstoerung durch den waschsenden Tourismus und den Bootsverkehr zu schuetzen, wurde sie 1994 zum Marinepark und somit zum Naturschutzgebiet erklaert. Im Umkreis von 3 km rund um die Insel darf nun nicht mehr gefischt werden.

Nicht nur auf dem Festland sondern auch hier bestimmen die Malayian, die zur muslemischen Releigionsgemeinschaft gehoeren das Geschehen. Hier gibt es kaum Chinesen (ausser Urlauber) oder Inder. Jeden Tag  ruft der Imam (es gibt eine Moeschee) zum Gebet auf.

Auf dem Weg vom Pier (Air Batang) zum Bungalow begehneten wir einem 150 cm langen & ca. 40 cm hohen Waran. Bevor wir die Kamera zucken koennten war er schon ueber alle Berge. Zum glueck begegneten uns immer wieder kleinere Warane:

waran

Zwischen einem franzoesichem und tschesichem Travellern quartierten wir uns ein (Bungalow mit Meerblick, 2 Schritte zum Strand). Ginchen war keine 2 Minuten im Meer, da wurde sie schon von einer Feuerqualle attakiert. Das wars erstmal mit Meer. Nach einem netten Abend mit den franzoesichen Nachbarn, haben wir den Treck durch den Dschungel nach Juara gemacht. Zuerst kamen wir an einer verlassen Kautschukplantage vorbei. Dann ging es ca. 500m ueber schmale Pfade den Berg hinauf. Unterwegs koennten wir tropischen Voegeln lauschen. Mit dem Fernglass A- und B-Hoernchen in den Baumwipfeln beobachten. Immer wieder kreuzten grosse, bunte Schmetterlinge unseren Weg. Beinahe waeren wir ueber dieser weisse Wuermerversammlung gestolpert.

 

Natuerlich waren nicht nur wir unterwegs, sondern auch Spinnen, Schnecken und anderes Kleinvieh.

Das trposche Klima und die 100%ige Luftfeutigkeit machte uns einwenig zu schaffen. Nach 2,5h Wanderung verloren wir bestimmt auch 2,5 Liter Fluessigkeit. Aber wir wurden belohnt: weisser Sandstrand, klares Wasser, hohe Wellen …

… & Kokosnusspalmen, an denen wir uns zur Erfrischung bedienten.

Acky getarnt als Baum 

Nach etwas Schnorcheln und einem Mittagsessen muessten wir schon zurueck. Auf halben Weg ueberraschte uns ein tropischer Regen. Es war so laut, dass man nichts mehr hoeren koennte ausser Regen. Selbst wir muessten uns anschreien. Es war schoen warm, erfrischend und als wir zuhause ankamen sahen wir aus wie begossene Pudel.

Da wir einen eigenen Bungalow hatten, haben wir uns schon auf selberkochen eingestellt. Das war auch gut so, denn waehrend unseres Aufenthaltes zeigte der Mond den Ramadanmnonat an. Alle Restaurants machten erst nach Sonnenuntergang (19:00h) auf. So backten wir jeden morgen unser eigenes Brot, fluegten Kokosnuesse & Mangos. Auf 19 Uhr haben sich alle gefreut auch wir ;-) .

Zuckerrohr Koksnuss  

Es gab einen Einheimischen der in seinem Imbiss indisch servierte.

Nach dem EssenJeden zweiten Tag liefen wir ins Dorf, machten unsere Besorgungen im Dutyfreeshop und assen bei ihm. Zwei Tage vor unserer Abreise wollten wir wieder einmal dort essen. Um 19:00 Uhr angekommen, wollten wir warten bis die Familie gegessen hat. Die Familie lud uns spontan zum Mitessen ein. So sassen wir mit den 4 Kindern (3 Monate, 3, 8 & 14 Jahre), der Oma, einer Nachbarin, einem Angestellten und den Eltern um den ueppig gedeckten Tisch.

Nach einem Faulenztag und Lagerfeuer am Strand sassen wir mit Martini & selbst geklauten Limonen und staerkten uns fuer den naechsten Tag. Nun wollten wir an der Kueste entlang ueber den Dschungelpfad den Norden der Insel erkunden. Nach jedem Dschungelabschnitt kamen kleinere einsame Straende – ideal zum Schnorcheln und Relaxen.

  

Es hat uns sehr gut getan nicht jeden zweiten Tag den Ruecksack zu packen um weiter zu ziehen. So koennten wir eine Woche lange das Chaos wueten lassen. Waehrend des Aufenthalts bekamen wir eine Menge Besuch: riesen Ratten, Franzosen, Froesche im Bad, Spinnen, Matthias & Moni, Fledermaeuse, Schmetterlinge, ein Hund, ein Australier, Katzen und Affen.

 

 

Cameron Highland (Tanah Rata) 17 September 2006

Einsortiert unter: Malaysia — kamikaze4711 @ 10:36 vormittags

sind wir in Mexiko?Nach der Grossstadt wollten wir wieder ein bisschen Ruhe tanken. Nach 5 stuendiger Fahrt mit einem Localbus kamen wir in Cameron Highland an. Die Stadt Tanah Rata liegt ca. 1500m ueber dem Meerespiegel, dem entsprechend ist es hier kuehler. Nachts geht die Temperatur auf ca. 9 – 10 Grad runter.

Die Gegend ist bekannt fuer sein Teeanbau. In den bergischen Landschaften glaenzt der Tee in unterschiedlichen Gruentoenen. Ausserdem gibt es hier Erdbeerplantagen, Schmertterlingsfarmen und Gewaechshaeuser mit bunten Blumen & Kakteen. Die Landschaft ist ideal dafuer geeignet Wanderungen durch die Berge, den Dschungel und Teeplantagen zu unternehmen.

Schlafsaal

Zuerst suchten wir ein Guesthouse auf, in dem drei Maedels (Martha, Tina & Mandy), die wir in KL kennengelernt haben wohnten. Dort haben wir auch Karl aus Koeln Zollstock getroffen. Nach dem gemeinsamen Abendessen sind wir zu Daniel’s Lodge zum Lagerfeuer gegangen. Obwohl im Lonely Planet eine negative Kritik steht, fanden wir es hier so gemuetlich & das Team nett, so dass wir am naechsten Morgen umgezogen sind.

Hier erfuhren wir was es fuer “Kriege” unter den Hostels geben kann. Die negative Kritik von Daniel’s Lodge im Lonely Planet wuerde von unserem ersten Guesthouse gekauft. Das ganze zieht weite Kreise, so dass schon in KL Leute bezahlt werden, damit sie Daniel’s Lodge negativ darstellen. Wir haben den Eindruck, dass die Leute hier sehr ehrlich, nett und hilfsbereit sind.

acky, eddi, ginchen, daniel & gill

Nach der ersten kalten Nacht & dem Hostelwechsel machten wir uns auf die Wanderung mit Karl aus Koeln & Hanna aus Australien. Zuerst gingt es 1,5h durch Dschungel, an kleinen Baechen und an einem Wasserfall vorbei.

Beinahe stolperten wir ueber einen “kleinen” Tausendfuessler:

Die Wanderung durch die Teeplantagen zum Aussichtspunkt war aufgrund der duennen Luft anstrengend. Aber die Aussicht auf die Berge, Wolken und Plantagen hat es entlohnt.

  sorry Karl, aber wir haben kein anderes Bild vom Viewpoint :-)

Auf dem Rueckweg zur Hauptstrasse kreuzte uns noch eine kleine Babyschlange (10cm).

 

An der Hauptstrasse angekommen, entschlossen wir uns nach Hause zu trampen.

Leider fuhr er nicht mehr...

Es klappte auf anhieb und wir wuerden von einem chinesichen Ehepaar auf Ladeflaeche des Jeeps mitgenommen.

Jeden Abend sassen wir am Lagerfeuer, Gill spielte Gitarre und sang, die Froesche und Backpackers quarkten. Ginchen grillte sich am Lagerfeuer (alle meinten sie waere ein Marshmallow)…

Gill in action

 

3 in 1 (Kuala Lumpur) 14 September 2006

Einsortiert unter: Malaysia — kamikaze4711 @ 10:15 vormittags

Kuala Lumpur ist eine vielseitige Stadt. Zwischen riesigen Skylines tauchen immer wieder Palmen auf. Hier leben auf winzigem Raum mehrere Kulturen nebeneinander. So gibt es z.B. little India, eine Strasse in der es nur indische Geschaefte und indisches Essen gibt. Aus den Lautsprechern der Geschaefte schallt laute Bollywood Musik. Oft kann man Menschen in schoenen tarditionellen indischen Kleidern sehen. Selbst einge Tempel kommen zwischen den Hochhaeusern zum Vorschein. Samstags gibt es speziell im indischen Viertel einen grossen Bazar, auf dem indische Spezialitaeten angeboten werden.

Angenehm ist es, beim Essen mit den Haenden nicht angestarrt zu werden. Das hat Ginchen natuerlich immer ausgenutzt:

 

Nicht weit davon entfernt ist Chiantown. Der Eingang ist schon chinesisch gestaltet. Hier gibt es einen Strassenmarkt auf dem allerlei Schnick Schnack und chinesiches Essen verkauft wird.

Die groesste Bevoelkerungsgruppe ist muslemisch, sie kann man sofort an ihrer Kleidung erkennen. Hier gibt es viele grosse schmuckvolle Moscheen.

 

Alle ethnischen Gruppen leben nebeneinander (nach aussen hin ohne Probleme).

Ohne Reisefuehrer muessten wir von Nordmalaysia nach  KL reisen. Aber die Menschen hier sprechen sehr gut Englisch, so dass es kein Problem war. Auf dem Weg gab es keine Spur mehr von Tuk Tuks, Mopeds, Kuehen oder kleinen Doerfern am Strassenrand. Die Strassen sind wie im Westen ausgebaut: 2 Spurige Autobahnen mit Rastplaetzen, Ausfahrten und was sonst noch so dazugehoert.

Nach acht Stuendiger Bussfahrt haben wir endlich KL erreicht. Noch nicht aus Bus ausgestiegen, wuerden wir schon mit Flyern voll geschmissen. Dadurch wurde der fehlende Reisefuehrer ersetzt. Nach dem ruhigen thailaendischen Sueden war es ein kleiner Schock fuer uns wieder in der gross Stadt zu sein. Da diese Stadt einiges zu bieten hat muessten wir uns schnell daran gewohnen. Mit der Metro besuchten wir die Twin Towers. Es ist ein ueberwaeltigendes Gefuehl als “kleiner” Mensch :-) vor so groessen Tuermen zu stehen.

 

 
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